Rhone-Thur Projekt

Viele Schweizer Fliessgewässer wurden in den letzten 150 Jahren kanalisiert, begradigt und reguliert. Diese Eingriffe haben zu einer ökologischen Verarmung von Flüssen und Bächen geführt. Auch bieten kanalisierte Flüsse heute oft nicht mehr ausreichend Schutz vor Hochwasser. Flussrevitalisierungen sollen deshalb die Hochwassersicherheit verbessern und die ökologische Vielfalt der Gewässer, ihre Funktionen und ihre landschaftliche Eigenart wiederherstellen. Das Projekt «Rhone-Thur» begleitete und unterstützte Revitalisierungsmassnahmen wissenschaftlich, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Flussaufweitungen an der Rhone und der Thur. Wichtige Themen dabei waren die Erfolgskontrolle sowie Entscheidungsfindung. Erfolgskontrollen sind bedeutend, weil damit die Auswirkungen von Revitalisierungsmassnahmen auf das Ökosystem und die lokale Bevölkerung eingeschätzt werden können. Studien zur Entscheidungsfindung zeigen auf, wie wichtige Akteure in den Planungsprozess einbezogen werden können. An der Rhone stand zudem die Schwall-Sunk-Problematik im Vordergrund.

Mit den vielfältigen ökologischen, chemisch-physikalischen und sozial-wissenschaftlichen Arbeiten wurden praxisrelevante Erkenntnisse für künftige Revitalisierungsprojekte in der Schweiz und im Ausland gewonnen.

Projektleitung
Jean-Louis Boillat (LCH)
Roland Fäh (VAW)
Felix Kienast (WSL)
Armin Peter (Eawag)

Begleitgruppe
Bund: Hans Peter Willi (BWG)
Kantone: Leo Kalt (SG), Nicolas Mettan (VS), Willy Müller (BE), Pius Niederhauser (ZH), Bruno Schelbert (AG), Markus Zumsteg (AG)
Weitere: Peter Baumann (Limnex AG), Tom Buijse (RIZA), Fredy Elber (AquaPlus), Markus Jud (Linthverwaltung), Andreas Knutti (WWF)

Lenkungsausschuss
Bund: Bruno Schädler (BWG), Erich Staub (BUWAL)
Kantone: Marco Baumann (TG), Dominique Bérod (VS)
Forschungsinstitutionen: Ulrich Bundi (Eawag), Hans-Erwin Minor (VAW), Anton Schleiss (LCH), Otto Wildi (WSL)

Letzte Änderung: 20.07.2018

Projektdauer

Abgeschlossen
2002-2006

Übersichtsartikel